Stottern und Poltern

 

Praxis für Logopädie und neurophysiologische

Entwicklungsförderung

Berlin-Weißensee

Berlin-Prenzlauer Berg

Stottern

 

Stottern ist eine Unterbrechung des natürlichen Redeflusses. Es kann sich äußern durch:

 

  • Unflüssigkeiten zwischen den Wörtern oder im Wort,
  • Kurze Wiederholungen von ein- und mehrsilbigen Wörtern,
  • Wiederholung von Lauten und Silben,
  • Dehnungen länger als 1 Sekunde,
  • Pausen im Wort (Blockierungen).

 

Stottern kann von Mitbewegungen des gesamten Körpers begleitet sein (z.B. Verkrampfung der Gesichtsmuskulatur, Mitbewegungen der Arme und Beine etc.). Die Symptome treten nicht gleichmäßig auf, sondern sind in Stärke und Ausmaß von verschiedenen Faktoren, insbesondere körperlichen und seelischen Belastungen, abhängig. Ca. 80% der Kinder im Vorschulalter zeigen im Laufe ihrer Sprachentwicklung Redeunflüssigkeiten –sie wiederholen u.a. Laute, Silben und Wörter. Normalerweise verlieren sich diese Auffälligkeiten nach einiger Zeit. In den wenigsten Fällen entwickelt sich ein Stottern. Das Schlimmste am Stottern ist die Angst davor und die Angst vor der Reaktion der Mitmenschen. Ziel der Therapie ist es ein angstfreies, flüssiges Stottern zu entwickeln (Van Riper), um eine gute Kommunikation zu gewährleisten.

 

 

Poltern:

 

Das Poltersyndrom ist eine Störung der Sprachgestaltung in Rede und Schrift. Ursache können entsprechende Sprachvorbilder sein oder konstitutionelle Veranlagung. Erkennbar wird das Poltern durch:

 

  • überhastetes, undeutliches Sprechen
  • Aussprachefehler
  • Formulierungsschwäche
  • Weglassen von Lauten und Silben
  • Wort- und Silbenwiederholungen
  • kleine Pausen
  • musikalische und rhythmische Schwierigkeiten
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • verkürzte Aufmerksamkeitsspanne
  • Schwierigkeiten beim Lesen

 

Polterer haben in der Regel kein Störungsbewusstsein und werden erst durch ihr Umfeld für die Störung sensibilisiert. Die Poltertherapie ist vorrangig eine Übungstherapie, die folgende Bereiche umfasst:

 

  • Symptomwahrnehmung/ Motivation
  • Entspannungstraining
  • Atmung
  • Artikulation
  • Prosodie
  • Verlangsamung des Sprechtempos
  • Konzentrationsübungen
  • Formulierungsübungen
  • Situatives Training
  • Therapiebegleitende Gespräche (z.B.: Verbalisierung von Gefühlszuständen)

 

 

PRAXISGEMEINSCHAFT FÜR LOGOPÄDIE BERLIN

Praxis für neurophysiologische Entwicklungsförderung NDT/INPP®